20,4km dauerte es bis mich das Catcher Car beim Wings for Life World Run in München am vergangenen Sonntag einholte. Bei diesem Lauf stand weniger die sportliche Leistung im Mittelpunkt, sondern der gute Zweck und die gemeinsame Zeit vor, während und nach dem Lauf mit Freunden. Ein Bericht über das Drumherum, Blödeleien während dem Lauf und das Rennen an sich.

Gemeinsam mit Mimi lief ich dem Auto davon.

Gemeinsam mit Mimi lief ich dem Auto davon.

 

Wie war das Rennen?

Um 13 Uhr fiel weltweit in 34 Ländern der Startschuss für das Rennen. Das Motto „wir laufen für alle, die es nicht mehr können“, weil alle Startgelder in die Rückenmarksforschung fließen. In München war der Start im Olympiapark und für mich gemeinsam mit Mimi. Wir stellten uns in Block B in den vorderen Teil auf. Leider haben vermutlich bei den Angaben über die Laufleistung – darauf basiert die Einteilung in die Startblöcke – viele geflunkert, denn die ersten Kilometer waren sehr langsam. Aber bei diesem Event war es ok, weil es nicht darum ging eine neue Bestzeit aufzustellen, sondern so lange zu laufen bis das Catcher Car kommt. Also ließen wir 2 uns gemütlich durch de Olympiapark schieben. Redeten. Lachten. Gefühlt ab Kilometer 6/7km kamen wir ein wenig ins Rollen. Lachten. Redeten. Weiterhin.

ausreichend Trinken bei sommerlichen Temperaturen

Nachdem es ziemlich warm war, nahmen wir uns an den Verpflegungsstationen viel Zeit zum Trinken. Es war eine schöne und entspannende Erfahrung einfach mal stehend und ruhig zwei, drei Becher Wasser und Redbull-Schorle zu trinken. Irgendwann wurde es um uns herum immer stiller und die Männerdichte nahm zu. Als wir einen Pacemaker sahen, der seine Fahne nicht mehr trug, wurde er von mir gleich angeredet. Der Herr war an dem Plausch nicht interessiert und quetschte eher hervor: „Ich wäre der 21km Pacemaker, aber kann nicht mehr. Solltet ihr den zweiten Pacemaker sehen, sagt ihm er laufe viel zu schnell.“ Also zogen wir weiter. Das nächste Ratschopfer wurde dann ein Fotograf, der jammerte, er hätte Durst. Ja, wir auch. Und vom Kopf her wurde das Rennen in Verpflegungsstationen eingeteilt und die kamen alle 5km. Die Zeit verging weiterhin wie im Flug, den Beinchen ging es gut und so kam eine Mischung aus Panik-Wut auf als es bei km19 hieß, bald käme das Catcher Car. Was? Wie? Nein, ich will noch nicht. Also gab ich dann ein bisschen Gas. Aber es war zu spät um noch die Blaskapelle bei der Halbmarathon-Marke zu erreichen. Das ärgert mich etwas, weil es an sich locker drinnen gewesen wäre. Aber ich die Zeit verbummelte und sich meine Energie eher in Reden bahnbrach.

Dennoch war es ein toller und schöner (Trainings)Lauf mit Mimi.

Gelaufen bin ich im Team "Run Munich Run" und es war toll auf der Strecke immer wieder eines unserer Shirts zu sehen. (Foto: Run Munich Run)

Gelaufen bin ich im Team „Run Munich Run“ und es war toll auf der Strecke immer wieder jemanden von uns zu sehen. (Foto: Run Munich Run)

Wen man so trifft?

Das schöne an dem Event war auch so viele Freunde und Bekannte zu treffen.
Isa und Laura von Run Munich Run organisierten unsere T-Shirts und die Treffpunkte um sich kennenzulernen.
Die beiden Wiesel von runskills waren auch da und Dennis lief mit über 51km ein grandioses Rennen.
Cindy war als Pacemakerin unterwegs, runfurther.
Bei so einem Event trifft man auch Freunde aus Berlin, schön Dich mal wieder zu sehen Marek, Running Twins.

Danke für alles und die beste Laufpartnerin – Mimi !

Fazit?

Der Wings for Life World Run ist ein ganz besonderes Event. Meinem Empfinden nach auch gerade für Läufer geeignet, die nicht so wettkampfgeil sind und dennoch mal etwas erleben möchten. Die Organisation war super und von der Pampa rund um München ging es zeitnah mit einem Bus zurück ins Olympiazentrum. Für mich persönlich: Bevor man an einem Lauf teilnimmt, genau überlegen, was man will und es dann Durchziehen.

Wer jetzt Lust hat: 2017 ist der Start am 7. Mai.

2 comments

///////////////
  1. Marek

    Schön resumiert das Event am Sonntag! Ich fand auch, es war insgesamt gesehen eine sehr gelungene Veranstaltung. Leider war uns der Wettergott zu wohl gesonnen und hat ein paar Grad zuviel nach unten geschickt. So waren gute Leistungen für die meisten nicht möglich. Aber der (gute) Zweck heilige ja die Mittel 🙂 schön euch gesehen zu haben, bis bald mal wieder in Berlin!

    LG Marek

    1. Fahnie

      Hallo Marek,
      Danke für Deinen Kommentar und, dass ich das Event gut beschrieben habe. Und hoffentlich bis bald in Berlin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.