Auf Platz 2 aller Frauen lief ich in Pfarrkirchen beim Hobbylauf über 5,8km. Neu war es gegen andere Frauen um Platzierungen zu kämpfen. Alt war hingegen, dass ich beim Tempo meine innere Handbremse nicht lösen konnte. Mein Bericht:

Startschuss. Und die ersten 400m erst einmal richtig fies über Rasen gelaufen. Ein kurzer Anstieg und es ging raus ins Rottal.

Schön. Locker. Raus ins Rottal.

Schön. Locker. Raus ins Rottal.

Mein Ziel war es mit einer Pace von 4:30 bis 4:40min/km zu laufen. Ich achtete aber mehr auf mein Gefühl. Meine Uhr half mir wenig, weil sie mal 4:15 und dann wieder 5:20 anzeigte und das konnte beides nicht stimmen. Viel wichtiger als die Uhr war mir auch so zu laufen, dass es sich  anstrengend anfühlte und ich keine Dame vor mir sah. UPDATE: Die Pace betrug nach offiziellen Angaben 4:37min/km. Also habe ich mein Ziel erreicht und mein Gefühl bzgl. Tempo sowie Uhr (zickt) war richtig.

die Konkurrenz fest im Blick

Also konzentrierte ich mich darauf, dass ich die Frauen vor mir nicht aus den Augen verlor und möglichst keine an mir vorbei ziehen ließ. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich, weil ich das bislang nie tat. Auf den ersten 2 – 3km sammelte ich ein, zwei Damen ein. Alle Frauen, die an mir vorbei liefen versuchte ich auf die Startnummer zu blicken, um zu wissen, ob sie am Hobby-, oder Volkslauf teilnahmen. Als dann eine Sportlerin vom Hobbylauf kam, hielt ich mich an sie. Wollte sie nicht ziehen lassen. Klappte. Also liefen wir eine zeitlang zusammen. Als die Wende zurück zum Start kam, sauste plötzlich eine Frau vorbei. Das ging so schnell, da kam ich gar nicht auf den Gedanken „anhängen“. Nach einigen 100m sprach ich meine Mitläuferin an „packen wir die noch?“. Zurück kam ein Kopfschütteln. Deshalb zog ich etwas enttäuscht das Tempo an und behielt „Frau 1“ im Blick. Aber die lief „geil“ und ich blickte etwas neidvoll hinterher.

Handbremse klemmt

Und dazu kam mein altbekanntes Problem: Anstrengung vermeiden. Heute fehlte mir außerdem das Selbstvertrauen anzutreten und ans Limit zu gehen. Beim Laufen fühlte ich mich gut. Es war schön. Machte Spaß. Das war genug.

Der Blick nach hinten, ob mich meine vorübergehende Laufpartnerin noch kurz vorm Ziel einholt. Sie tat es nicht.

Der Blick nach hinten, ob mich meine vorübergehende Laufpartnerin noch kurz vorm Ziel einholt. Sie tat es nicht.

Am Ende überquerte ich als zweite Frau die Ziellinie mit einer Pace von 4:46min/km. Mit meinem Kampfgeist gegenüber den anderen Damen bin ich zufrieden. (Foto von einer Siegerehrung gibt es nicht, weil ich vorher fuhr.) Die Pace war na ja. Ich werde bei einem meiner nächsten Läufe die Handbremse lösen und dann ist eine Pace von 4:30 drinnen. Tut dann vielleicht mal weh. Aber auf den Stolz danach freue ich mich jetzt schon. Nach dem Lauf beim Weko Halbmarathon Pfarrkirchen bin ich motiviert.

Ohne Wort. Einfach hübsch anzuschauen.

Ohne Wort. Einfach hübsch anzuschauen.

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