Linz Viertelmarathon: Ich kann schnell laufen

Völlig unerwartet und umso glücklicher bin ich über meinen Viertelmarathon in Linz. Wieso? 1. Neue persönliche Bestzeit über 10km aus einer Marathonvorbereitung raus gelaufen. 2. Der Marathon in Linz war ein tolles, empfehlenswertes Event. Und das bleibt mir auch in Erinnerung:

„Katze, Katze, Katze“, schrie ich ziemlich laut während meines Laufes etwa bei Kilometer 5, weil ein Fahrrad fahrender Herr  vorne ins seinem Korb eine Katze durch die Gegend fuhr. Der Anblick war einfach herrlich. Und ich „musste“ meinen Freund darauf aufmerksam machen. Irgendwie ist die Szene typisch für mich: Umfeld irritieren. Lächeln. Augen für den Straßenrand.

Kurz vorm Start: Sonnenschein außen und innerlich Aufregung.

An die Startlinie ging ich ohne große Erwartungen. Schließlich trainiere ich aktuell für einen Marathon und oberstes Ziel für den Lauf war deshalb die Beine müde zu kriegen. Ich stand dennoch gefühlt relativ weit vorne im Feld. Leider gab es bei dem Lauf keine Startblöcke, oder Markierungen an denen man sich orientieren konnte. Als um 8.30 Uhr der Startschuss fiel, führte das am Anfang auch zu einem unangenehmen Gedrängel. Dabei ist der Start in Linz auf einer Autobahnbrücke. Also am Platz mangelte es nach dem „Kampf um die Position“ nicht mehr.

Mir passierte nach nur einem Kilometer eine Premiere: Am rechten Schuh ging meine Schleife auf. Ich Heldin. Also kurz an den Rand und Schuh neu zugebunden. Peinlich. Die Strecke war dann so breit und das Feld auseinander gezogen, dass man gut im eigenen Tempo laufen konnte. Und das tat ich: Mit einem Anfangsschnitt von 4:40min/km war ich sehr zufrieden. Da sich die Beine locker und gut anfühlten, ging ich wie immer „weg“ von der Uhr und hin zu meinem Gefühl. Und so blieb es bei etwa 4:35min/km.

Sehr motivierend war auch, dass mein Freund immer einige Meter vor mir lief. Das animierte mich dazu nicht langsamer zu werden. Und zugleich war der Abstand so groß, dass ich in meinem eigenen Rhythmus bleiben konnte. Und dieses Gefühl im eigenen Rhythmus zu sein, ist so verdammt wichtig. Nur so kam es auch dazu, dass ich irgendwann einfach nur noch dankbar und happy über den Lauf war. „Mir ging das Gesicht zu einem Dauergrinsen auf.“Da ich jetzt nicht verbissen Gas gab, konnte ich auch die Zuschauer anschauen. Weshalb sollen auch nur die Leute beobachten. Und dieses Gefühl ist so schön, wenn man schnell läuft, es sich locker anfühlt und man die Atmosphäre genießen kann.

Die letzten zwei Kilometer des Viertelmarathons wurde dann das klassische Spiel gespielt: Frauen einsammeln. Bei einer Pace von 4:35min/km bei einem Wettkampf dieser Größenordnung hat man irgendwann meist hauptsächlich nur noch Männer um sich und dann ist es motivierend sich Ziele zu setzen.

Die 45min knacke ich auch noch.

Und ich bin dann einem meiner Läuferziele unverhofft nahe gekommen: 10km in 45:35min. Also wenn das keine Bestätigung dafür ist, dass ich die 45min doch noch knacke.

Gedanken zum Lauf:

  • Der Marathon in Linz ist gut organisiert. Der Viertelmarathon startete um 8.30 Uhr. Halbmarathon, Marathon und Staffelmarathon eine Stunde später. Also konnte man den ganzen Tag in der Stadt das Wettkampffeeling genießen.
  • Laufen fordert den Körper. Sobald es jetzt wieder wärmer wird umbedingt darauf achten genügend zu trinken und den Körper gut zu versorgen. Ich habe noch nie so viele Läufer am Straßenrand gesehen, die zusammen gebrochen sind.
  • Viertelmarathon bedeutet, dass der Lauf 10,5km lang war.
  • Schnelligkeit ist subjektiv.
  • Ich bin bereit für den Marathon in Wien.

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